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Stefan Wewerka im Kolumba

14.09.2016

Stefan Wewerka im Kolumba

In der heute eröffneten Jahresausstellung des Kolumba, des Kunstmuseums des Erzbistums Köln, ist Stefan Wewerka sowohl mit seiner eigens hierfür hergestellten „Cella“ und seinem „Küchenbaum“ als auch mit der 1973 erschienenen Grafikmappe „Musil, Der Mann ohne Eigenschaften“ exponiert vertreten. Die Ausstellung ist bis zum 14.August 2017 zu sehen und trägt den Titel „»Me in a no-time state« – Über das Individuum.“ Zu sehen sind Werke des 5. bis 21. Jahrhunderts. „Was“, fragt die Ausstellung, „prägt das Individuum, was bestimmt sein Handeln? Ist die äußere Erscheinung maßgeblich, etwa in Kleidung und Schmuck, sind es die Dinge, das Auto, der Klingelton des Handys? Welche Bedeutung haben Kultur und Sprache, Heimat und Behausung, reale Existenzbedingungen und soziale Kontexte? Ist das Subjekt überhaupt als autonom und einheitlich zu denken, oder sollte man viel eher von einer Instanz sprechen, die von jedem Einzelnen immer wieder konstruiert und revidiert werden muss? Wie wesentlich ist dabei der Anteil von Vernunft und Wille, Bildung und Glaube, von Erfahrungen und Erinnerungen? Was bedingt eine Haltung, die den Freiraum des Einzelnen in einer solidarischen Gemeinschaft vertritt und erst damit der Fortschreibung Europas eine Perspektive verleiht?“

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