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Stefan Wewerka. Dekonstruktion der Moderne

Juni 2019

Stefan Wewerka. Dekonstruktion der Moderne

Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung.

Präsentation am 1. Juli, 20 Uhr, im Forum Gestaltung (Schinkel-Vischer-Bau).

Wir beobachten das Aushebeln der Formalismen, das stupende Ableuchten der Kontexte schon als Grund für Stefan Wewerkas gestalterische Entwürfe. Dieser „Treibstoff“ befreit und radikalisiert sich in den bildnerischen Arbeiten des Künstlers. Sein Verschieben, sein Um- und Umwenden der Dinge, sein Zerschneiden, Verformen, die surreale Neukonstruktion, die wir etwa in Bildern und Skulpturen, aber eben auch in seinen angewandten Arbeiten beobachten können, wollen Erfahrung und Denken gleichermaßen zur Disposition stellen. Ohne das Streben nach Schönheit, nach bildnerischer Wahrhaftigkeit und nach ästhetischer Erkenntnis aufzugeben, scheint die Verdeutlichung des wachsend Ungewissen das eigentliche Kerngeschäft dieser Kunst zu sein, die nicht deutend, geschweige denn wissend, agiert. Vielmehr ist sie ein Verweis auf den fragilen Erfahrungs- und Handlungsraum, der uns alle umgibt.
Nicht zuletzt aus diesem Grund scheint mir die Relevanz der Kunst Stefan Wewerkas und ihre Rezeption für den aktuellen Moderne-Diskurs gewiss. Sie wird ein Projekt bleiben. Hierzu will die Ausstellung in Magdeburg, der Geburtsstadt des Künstlers, und danach in Bergisch Gladbach, in unmittelbarer Nachbarschaft seiner zweiten Heimat, einen originären Beitrag leisten. Vorderhand indem sie jenen unorthodoxen Blick Stefan Wewerkas auf die Dinge und unser Bewusstsein darüber als eigene Tradition aktiviert und fragend und neugierig in die Zukunft öffnet. (Aus dem einführenden Text von Norbert Eisold)

Eisold, Norbert (Hrsg.)
Pohlmann, Norbert (Hrsg.)
Stefan Wewerka. Dekonstruktion der Moderne
Mit Beiträgen von Norbert Eisold, Petra Oelschlägel, Katharina Schmidt-Uhl, Stephan Wackwitz und Christian Welzbacher.
244 Seiten. ca.200 Abb.. 23,0 x 29,0 cm. Fadenheftung. Hardcover. Zweisprachige Ausgabe Deutsch/English
ISBN 978-3-89581-498-3
28,-€ in der Ausstellunng, 38,- € im Buchhandel

Erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Alexander Verlag

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